Mit der Erweiterung bzw. Neuschaffung der Vogelschutzinsel in der Pötenitzer Wiek verfolgt das Projekt „HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden“ das Ziel, das Trave-Ästuar langfristig als Brutgebiet für Küstenvögel wie Flussseeschwalben, Sandregenpfeifer und Austernfischer wiederherzustellen. Ein großer Erfolg wäre es, wenn die vom Aussterben bedrohte Zwergseeschwalbe zurückkehren würde.
Aktuell laufen die Baugrunduntersuchungen für die geplante Maßnahme A6 des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V. Für die erforderlichen Bohrungen kommt eine schwimmende Arbeitsplattform zum Einsatz. Die Untersuchungen schaffen die Grundlage für die weiteren Planungsschritte.
Im Projekt sind unter anderem folgende Maßnahmen vorgesehen: Die Sicherung und Erhöhung der bestehenden Vogelschutzinsel (1.200 m²), die Schaffung einer rund drei Hektar großen Düneninsel mit einer zehn Hektar großen Flachwasser- und Windwattzone sowie eine erste Inselaufspülung in Kooperation mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee. Diese erfolgt voraussichtlich im Winterhalbjahr 2028/2029. Die Maßnahme verbindet Arten- und Klimaschutz und schafft langfristig wertvolle Lebensräume für Küstenvögel im HOTSPOT28-Gebiet.