„Dass wir im Umwelt- und Naturschutz so weit gekommen sind, ist vor allem der Verdienst aller naturverbundenen Menschen in Deutschland, die sich vor Ort einsetzen. Ihnen möchte ich am Tag der Umwelt herzlich Danke sagen!“. Das sagte heute Bundesumweltminister Carsten Schneider zum „Tag der Umwelt“. Darüber hinaus betonte er, dass naturnahe Landschaften und artenreiche Kulturräume unser natürlicher Schatz in Deutschland seien, die unbedingt erhalten werden müssten. „Wälder, Auen und Wiesen dienen unserer Erholung, zugleich sind sie wertvolle CO2- und Wasserspeicher und schützen uns vor den Folgen des Klimawandels.“
Der „Tag der Umwelt“ erinnert an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm. Der Weltumwelttag steht in Deutschland 2026 unter dem Motto „Umweltschutz bringt was. Zusammen.“
Morgen vor 40 Jahren hat zudem das Bundesumweltministerium seine Arbeit aufgenommen. Die Gründung war eine direkte Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl im April1986. In seiner Rede anlässlich des Jubiläums hatte Carsten Schneider diese Woche betont, dass vieles bereits erreicht sei, doch noch große Aufgaben zu bewältigen seien, beispielsweise in der Ostsee, „in der sich sauerstofffreie Todeszonen weiter ausbreiten. Sie hat gerade viel Aufmerksamkeit bekommen wegen eines berühmten Buckelwals. Ich wünsche mir, dass diese Aufmerksamkeit genutzt werden kann, um die Lebensbedingungen für alle Tiere in der Ostsee zu verbessern. Die Natur kann sich erholen, wenn wir sie lassen. Wenn wir die versenkte Altmunition rausholen, die Überdüngung zurückführen und Rückzugsräume für Meeresnatur schaffen. Dazu werde ich mit einem Aktionsplan Meer im Sommer Vorschläge machen.“
(Foto: Schafe im NSG Fauler See/Rustwerder auf der Insel Poel, © LPV Dummersdorfer Ufer e.V.)