Wie bleibt Wismar auch bei Hitze lebenswert? Was schützt besser vor Überflutung? Welche Maßnahmen machen die Hansestadt widerstandsfähiger? Das sind die Fragen, mit denen sich die Planerinnen und Planer des ersten Klimaanpassungskonzeptes (KLAK) für Wismar beschäftigen. Damit will die Stadt den Auswirkungen des Klimawandels vorbereitet entgegentreten. Bis September 2026 soll das Konzept stehen. Geplant ist, dieses in der Woche der Klimaanpassung (14. bis 20. September 2026) zu präsentieren. Dabei sollen die Bürgerinnen und Bürger bei der Entstehung des Konzepts mit einbezogen werden. Weshalb gestern Abend ein erster öffentlicher Workshop stattgefunden hat, bei dem die Teilnehmenden aufgefordert waren, ihre Erfahrungen zu Hitze, Starkregen und Hochwasser zu teilen und Ideen einzubringen. Das Ziel: Mehr Lebensqualität für die Stadt.
Drei übergeordnete Punkte stehen im Fokus: erstens menschliche Gesundheit und Tourismus, zweitens Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft, Küsten- und Meeresschutz und drittens die biologische Vielfalt. Nach Ostern soll die neue Website www.klima.mv online gehen, auf der dann sämtliche Informationen zu dem Thema abrufbar sein werden. Hier kann zudem der Klimareport Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen werden.
Der Erhalt bzw. die Verbesserung der Biodiversität ist auch ein zentraler Punkt in den Maßnahmen des HOTSPOT28. Teile der Hansestadt, darunter beispielsweise die Vogelschutzinsel Walfisch und die ehemaligen Salzwiesen bei Redentin liegen im Projektgebiet, weshalb der HOTSPOT28 sich mit den Verantwortlichen vernetzt und künftig stärker austauschen wird.
Im Juli 2024 ist das Bundes-Klimaanpassungsgesetz in Kraft getreten. Das Gesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, Konzepte für die Anpassung an fortschreitende Erderhitzung zu entwerfen, und zwar auf Grundlage von Risikoanalysen und mit konkreten Maßnahmenplänen.